Konten bei Publishern

Zum Thema Konten bei Publishern ist mir aufgefallen dass die Möglichkeit zur Verwaltung der eigenen Konten viel eingeschränkter ist als es z.B. bei einem Google oder Facebook Konto der Fall ist, als auch dass sich der Support für Spielerinnen online meistens auf Spiele beschränkt und leider nicht auch auf die Verwaltung des Kontos. Z.B. EA/Origin wurde auch aus diesen und vielen weiteren Gründen zum schlechtesten Unternehmen gewählt. Wenn es um das Geschäftliche geht, dann ist z.B. Activision offen für Supportanfragen via. Formular auf ihrer Website, geht es allerdings um das eigene Konto, sind Supportanfragen offensichtlich nicht erwünscht (wie es im Text über dem Formular eindeutig verkündet wird) und man wird höchstens zum Support ausschließlich für Spiele weitergeleitet. Und all dies obwohl in den Nutzungsbedingungen eindeutig vieles eindeutig eingeräumt wurde, wird für die/den Kundin/Kunden vieles erschwert. Anders sieht es bei z.B. THQ aus, dort kann man ähnlich wie bei z.B. Google sein Konto verwalten und löschen, also ist es doch möglich alles was in den Nutzungsbedingungen den Kunden eingeräumt wurde/wird umzusetzen. Was ist Eure Meinung zu diesem Thema, welche Erfahrungen habt Ihr gemacht und was können bzw. müssen Publisher wie z.B. EA/Origin und Activision am Support was den Account und die Spiele betrifft verbessern. Wie müsste der Support im Bereich Gaming für GamerInnen eigentlich aussehen?

 

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Last updated July 4, 2018 Views 5 Applies to:

[quote user="Magicae Illusio"]Zum Thema Konten bei Publishern ist mir aufgefallen dass die Möglichkeit zur Verwaltung der eigenen Konten viel eingeschränkter ist als es z.B. bei einem Google oder Facebook Konto der Fall ist, als auch dass sich der Support für Spielerinnen online meistens auf Spiele beschränkt und leider nicht auch auf die Verwaltung des Kontos[/quote]

Das hat bei Google und Facebook eher was damit zu tun, dass bei diesen sozielan Netzwerken die Leute empfindlichere persönliche Daten online stellen, und viel mehr Inhalte mit viel mehr Leuten teilen können, und daher auch feinkörniger einstellen wollen, mit wem sie was teilen wollen.

Konten bei Spielepublishern sind eher dazu da, dass sich der Spieler nur gegenüber dem Publisher ausweisen kann, damit die Verbindung zum Spielkonto hergestellt werden kann, und der Spieler (für sich selber) Statistiken einsehen kann oder ähnliches.

Viele Spiele veröffentlichen auch Statistiken, wie "Kill/Death Rate", die am häufigsten benutzte Waffe oder ähnliches, die keinen Bezug auf die Person des Spielers und dessen persönlicher Daten zulässt. Anhand meiner Statistiken in Halo Waypoint, Battlefield Stats oder Auto-Log kannst Du beispielsweise keine Rückschlüsse auf meinen Wohnort ziehen.

Poste ich jeden Tag bei Facebook ein Foto meines Mittagessens mit GPS Infos, kannst Du anhand des Umkreises der Restaurants zumindest ungefähr einschätzen wo ich wohnen könnte.

Daher haben diese Netzwerke auf viel feinere Einstellmöglichkeiten, wer wem etwas mitteilt.

[quote user="Magicae Illusio"]Z.B. EA/Origin wurde auch aus diesen und vielen weiteren Gründen zum schlechtesten Unternehmen gewählt.[/quote]

EA wurde zum schlechtesten Unternehmen gewählt, weil gerade im Spielebereich genug User mit viel technischem Wissen sind, die wissen, wie man mit automatisierten Scripts Online-Abstimmungen über die schlechteste Firma manipulieren kann.

Gerade 4Chan ist da bekannt für, die Manipulation von Online-Umfragen wirklich gemeistert zu haben. Sie beschränken sich nicht nur darauf, den Gründer der Seite (Moot) an die Spitze der 100 Einflussreichsten Leute beim Time Magazine zu wählen. Sie haben die Umfrage so manipuliert, dass die Anfangsbuchstaben des Restes der Rangliste eine sexualpraktik und ein Meme buchstabieren.

Leute die wegen einer Hausschuld am Hungertuch nagen, oder Leute die technisch so unfähig sind, ölige Flüssigkeiten in einem geschlossenen Behältnis zu transportieren, haben nicht das technische Wissen eben eine Bank of America oder Exxon Mobile an die Spitze zu wählen, wenn ein automatisiertes Skript dagegenarbeitet und EA nach oben pusht.

[quote user="Magicae Illusio"]geht es allerdings um das eigene Konto, sind Supportanfragen offensichtlich nicht erwünscht (wie es im Text über dem Formular eindeutig verkündet wird)[/quote]

Wie heißt es so schön: Im Internet weiß niemand, dass Du eigentlich ein Hund bist. Um also zu vermeiden, dass jemand Fremdes sich über das Webformular als Besitzer Deines Kontos ausgibt, werden solche Dinge eher vom Telefonsupport geklärt. Hier fällt dann eher auf, wenn jemand bei spontanen Fragen zu eigentlich geheimen persönlichen Infos ins Stocken gerät, die er eigentlich wissen sollte.

[quote user="Magicae Illusio"]Was ist Eure Meinung zu diesem Thema, welche Erfahrungen habt Ihr gemacht und was können bzw. müssen Publisher wie z.B. EA/Origin und Activision am Support was den Account und die Spiele betrifft verbessern.[/quote]

Zum Glück musste ich noch nicht den EA Support behelligen. Und meine Erfahrung mit einem unfähigen deutschen Activision Support liegt schon ein paar Jahre zurück.

Was die Accountlöschung betrifft: EA hat im Impressum vermerkt, dass die "verantwortliche Stelle für die Erhebung, Nutzung und Weitergabe von personenbezogenen Daten" das Hauptquartier in Redwood City in den USA ist. Wenn Du via Schneckenpost oder E-Mail an *** Email address is removed for privacy *** Deine Kündigung einreichst (vorzugsweise in Englisch), kannst Du Dein Konto kündigen. Steht in den Datenschutzbedingungen.

Meine Anekdote zum Activision Support:

Vor vielen Jahren gab es das (ziemlich geniale) Spiel Interstate '76. Ohne 3D Grafikkarten war das Spiel trotz klotziger 320x200 VGA Grafik auf unseren 486ern im Netzwerk eine Heidengaudi.

Nach ein paar Prozessorgenerationen später, dachte ich, dass das Spiel auf einem Pentium II so richtig Spaß machen sollte, und auch (damals) "hochauflösende" 640x480 jetzt kein Problem mehr sein sollten.

Bei der Installation wurde aber die Prozessorgeschwindigkeit etwas blöde getestet. Es wird bis zu einer Zahl gezählt, und die Zeit gemessen. Mit dieser Zeit wird dann ein Wert geteilt. Nun war der Pentium II beim zählen so schnell, dass die Zeit auf "0" gerundet wird, und somit eine Division durch 0 die Installation zum Absturz brachte.

Eine Mail an Activision in USA mit der Frage nach einem Patch wurde freundlich beantwortet: "Problem ist bekannt, schicken sie die CDs ein, sie bekommen Ersatz."

Nun ist es aber recht teuer CDs in die USA zu schicken. Also den Deutschen Support kontaktiert (damals nur möglich über eine teure 0190 Nummer, zu unsäglichen Öffnungszeiten. Die haben dann erstmal wissen wollen, ob denn meine Grafikkartentreiber up-to date sind, und anderen Blödsinn. Da dem deutschen Support das Problem unbekannt war, wollten die auch keine Ersatz CDs rausrücken.

Genervt habe ich dann die CDs in ein Kuvert gepackt und das ganze wirklich in die USA geschickt. Gut einen Monat später landet ein Rückumschlag im Briefkasten, mit der "Gold" Version des Spiels (was schon 3D Grafikbeschleunigung reingepatcht bekommen hatte).

Insofern: US Support "h u i", Deutscher Support "pfui". (Der Wortfilter hat etwas gegen das Wort "hu i")

[quote user="Magicae Illusio"]Wie müsste der Support im Bereich Gaming für GamerInnen eigentlich aussehen?[/quote]

Da muss ich sagen, dass der Xbox Support in meinen Augen im Moment die Messlatte sehr hoch gesetzt hat. Da sollten sich viele Unternehmen (egal ob im Gaming Bereich oder sonstwo) eine Scheibe abschneiden.

Eine kostenlose Hotline, und kompetente, freundliche Hilfe. Und wenn etwas nicht auf die schnelle lösbar war, wurde ich auch jedes Mal vom Support zurückgerufen, wenn die Lösung fertig war.

Ebenso sollten die Unternehmen nicht die Deutschen Gesetze umgehen, indem sie die Verantwortlichkeit bei Personendaten in die USA oder Taka Tuka Land verlegen. Ein Auskunfts- bzw. Löschgesuch gemäß §35 Datenschutzgesetz in die USA zu schicken hat nicht wirklich viel Sinn.

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P.S.: Und zu etwas völlig anderem: Die Einladung zu einer Gaming Session in Deinen privaten Nachrichten hast Du mitbekommen?