Innovation, Adieu?

Fällt es euch auch auf? Kommt, ihr müsst es bemerkt haben. Es gibt in der Spieleindustrie ein kleines Problem, zum Nachteil der Spieler. Ja, richtig, im Kino wird es mittlerweile auch gerne getan. Na, drauf gekommen? Genau, es gibt mehr Fortsetzungen und Remakes als alles andere...
Ich finde es wirklich schade, dass sich die Entwicklerstudios fast ausschließlich mit gewohntem Terrain befassen, anstatt sich neu zu orientieren und etwas völlig Neues zu erschaffen. Ich erinnere mich an Zeiten, da gab es die verrücktesten Ideen. Zwar waren nicht alles Spiele grandios, aber es gab eine große Auswahl an Spielen, die einfach kreativ waren und etwas Neues boten. Heute kann man die Spiele ganz leicht in wenige Kategorien packen: Shooter, RPG, Sport, und das war es schon fast. Natürlich etwas arg kategorisiert, aber es reicht, um meine Aussage zu bekräftigen. 
Natürlich ist es einfach, die Kühe bis ins letzte auszupressen, um möglichst viel Geld zu schöpfen. Das ist gar keine Frage. Doch traut man sich nur noch selten in neue Gefilde, und wenn, sind sie als Arcade-Games in Mini-Form vorhanden. Schade, denn alleine der Kinect-Sensor bietet unglaublich viel Potenzial, um zu experimentieren. Und was wird produziert? Ein bisschen Sport, ein bisschen Tanz, dazwischen viel Müll, und das war's auch schon. Natürlich ist es immer mit einem Risiko verbunden, neue Charaktere und Geschichten zu erschaffen. Wer weiß, wie die Sache ankommt? Doch öden mich Tomb Raider Teil 29, Need For Speed 99 und Call of Duty 103 langsam an. Wollen wir Spieler wirklich nur noch Einheitsbrei, oder auch mal wieder völlig neue Szenarien, mit neuen Geschichten und Charakteren, neuen Spielmixturen und gewagten Ideen.... 
Ich weiß natürlich, dass kein Spieleentwickler diesen Beitrag je lesen wird. Dennoch stelle ich dieses Thema gern zur Diskussion bereit, um mir auch andere Blickwinkel anzusehen.  

 

Discussion Info


Last updated July 4, 2018 Views 1 Applies to:

* Please try a lower page number.

* Please enter only numbers.

* Please try a lower page number.

* Please enter only numbers.

Vor kurzen sagte mal irgendeiner im Fernsehn, dass erst neue Spiele erscheinen werden wenn die neue Konsolengeneration da ist. Bis dorthin werden halt nur Fortsetzungen gemacht. Ist auch logisch irgendwie.

Kenne ich. I-wie nur noch Aufgüße.

Als ich gelesen hatte das man z. B. Assassins Creed evtl. Jährlich bringen will, ist es mir total vergangen und bekomme große Lust die Sammlung drastisch zu verkleinern.

Neue Hardware - viele Entwickler sagten da schon, das man es sehr besorgt ansieht.

Wenn es möglich wäre, ein Pixar Film als Grafik zu bringen, wollen die Spieler es auch haben. Und das bringt zwangsweise sehr hohe Entwicklungskosten mit.

Weiß nicht wer da noch ein Spiel kaufen tut, wenn es z. B. 200 Euro kostet.

Türlich sind sehen es Epic und Crytek das etwas anderste, liefern die doch starke Grafikengines und wollen am besten Teraflops en mass.

Neue Hardware ist nicht zwangsweise was gutes. Glaubwürdigere Spiele wäre eher ein Schritt in die richtige Richtung.

Das Problem ist, dass die Verkäufe den Herstellern (Entwickler, Publishern, Wiederverkäufern) Recht geben. Innovative Spiele werden nicht gekauft, Fortsetzungen den Händlern aus den Händen gerissen.

Und da Hersteller keine Spiele aus Nächstenliebe produzieren, sondern um damit Geld zu verdienen... naja, den Rest kann man sich denken.

Ich stelle aber fest, dass der Umstand, dass dies eine Industrie ist und kein Klübchen spielebegeisterter Nerds, die aus Spaß an der Freude Spiele programmieren, noch nicht wirklich in die Köpfe einer bestimmten Spielerfraktion vorgedrungen ist.

Mehr braucht man nicht sagen glaub ich ^^

Ok anscheinend funktioniert das einbetten hier nicht.......

[View:http://www.youtube.com/watch?v=e-LE0ycgkBQ&hd=1]



Edit: Lol ok anders aber es geht ;)

Ich denke, dass die Nachfrage das Angebot generiert und wenn Remakes/ Fortsetzungen großen Absatz finden, besteht seitens des Hersteller garkeine Notwendigkeit etwas neues zu "riskieren". Mir persönlich fehlt jedenfalls nichts und ich habe kein Problem mit Fortsetzungen. Wenn mir Spiel A einer Reihe gefiel, tut es i.d.R. auch der Nachfolger. Das Rad neu erfunden wird so natürlich nicht aber es gibt ja auch nicht nur Fortsetzungen oder Remakes. Mit den Arcade Games finde ich die Vielfalt eigentlich ganz üppig und bei VW sagt auch keiner was über den Xten Golf ;-) Vielleicht liegt alles aber auch an den Erwartungen jedes einzelnen von uns...

[quote user="xFREYGEISTx"]

...Natürlich ist es einfach, die Kühe bis ins letzte auszupressen, um möglichst viel Geld zu schöpfen. Das ist gar keine Frage. Doch traut man sich nur noch selten in neue Gefilde, und wenn, sind sie als Arcade-Games in Mini-Form vorhanden. ... Natürlich ist es immer mit einem Risiko verbunden, neue Charaktere und Geschichten zu erschaffen. Wer weiß, wie die Sache ankommt? ... Wollen wir Spieler wirklich nur noch Einheitsbrei, oder auch mal wieder völlig neue Szenarien, mit neuen Geschichten und Charakteren, neuen Spielmixturen und gewagten Ideen....

[/quote]

Wie Basileus schon richtig gesagt hat: Spiele Publisher sind darauf aus, Geld zu verdienen, nicht um Spielern eine Freude zu machen. Wenn Sich der Spieler freut, ist das ein netter Bonus, aber wenn ein brillantes Spiel den Spielern gefällt, aber nicht gekauft wird (Psychonauts zum Beispiel), dann finanziert kein Publisher mehr so ein Spiel.

Die Sache ist ja nicht, dass die Spielehersteller unkreativ geworden sind (zumindest nicht so "kleinere" Programmierschmieden), aber wenn selbst ein Branchenschwergewicht wie Tim Schafer daherkommt und einem Publisher ein Adventure pitcht, weisen die Publisher die Idee ab, weil Adventurespiele sich (weltweit gesehen) nicht verkaufen.

Die Publisher haben einfach kein Bedürftnis Risiken einzugehen. Warum sollte ein Publsiher einem Studio zweistellige Millionenbeträge für ein neues, unbekanntes Spielkonzept geben, was sich später nicht verkauft, wenn man doch auf Nummer sicher gehen kann und einfach eine bestehende Engine und Grafikbibliotheken holen kann, mit einem Leveleditor einfach nur eine neue Umgebung strickt und das dann als "Call of Warfare: Band of Gears Operations in Black 5" auf den Markt wirft, und damit Millionen von Spielen todsicher verkauft?

Schau Dir doch mal die E3 Präsentation an. Resident Evil war eine prima Survival Horror Serie. Fans haben die Spielserie abgöttisch geliebt. Und was macht Capcom? "Yo Dawg! Wir sehen Ihr Gamer kauft Millionenweise Call of Duty Spiele. Also haben wir die Spielmechanik von Call of Duty (laufe einen Schlauch entlang und schieße auf Gegner) in Resident Evil eingebaut, damit Du auch Call of Duty spielen kannst während Du Resident Evil spielst."

Ich stelle mir immer die Szenerie vor, wo wir "echten" Spielekenner (idealerweise mit dunkelrotem Samtbademantel, Pfeife im Mundwinkel und Rotweinschwenker in der Hand) im Laden stehen, und entdecken dieses Kleinod eines neuen Innovativen Spielkonzepts (sei es ein Mirror's Edge, ein Psychonauts, ein System-/Bioshock, ein Katamari Damacy o.ä.), als plötzlich eine unaufhaltsame Herde von "HURR DURR!!! ZOMG! THE HALOZ!!! LOLOL COD!" mit Hosen in den Kniekehlen und schräg sitzenden Baseball Caps mit Preisschildern dran die Spieleabteilung stürmt, alle Kopien von "Call of Halo: Gears of Warfare" von den Regalen reißen, und Du wieder alleine in dem Laden stehst, in dem halt nur noch die "innovativen" Spiele übrig bleiben, in Kartons verpackt werden und an den Publisher unverkauft zurückgeschickt werden.

TL;DR: Innovative Spiele würden gerne von Spielefirmen gemacht werden, aber Publisher scheuen das Risiko diese Spiele zu finanzieren, wenn ein neues Call of Duty sich immer noch verkauft wie geschnitten Brot. Und ohne Vorfinanzierung vom Publisher, gibt es dann eben keine innovativen Spiele.

Wie hier schon mehrfach angesprochen wurde, geht es ums Geld. Klar möchten, MS, EA und Co Geld verdienen und müssen das ja auch um wieder in neue Sachen zu investieren. Ich habe vor ein paar Tagen gelesen, dass Infinity Blade das profitabelste Spiel für Epic ist, weil eben die Produktion einfach nicht so teuer ist. ich kann mir schon gut vorstellen, dass mitlerweile wirklich verdammt viel Geld für die Entwicklung für sowas wie Halo und gears rausgeschmissen wird. Dann ist es natürlich einfacher ein Sequel, oder Prequel zu machen und ein paar Ressourcen einzusparen.

Man sollte aber auch bedenken, das der Versuch, Casual Gamer auf Core zu trimmen, nichts wurde.

Das Wii Feuer glimmt nur noch und N musste einsehen, das es nicht funzt.

Warten wir ab was noch kommt.

Entwicklungskosten reduzieren würde mit Cloudgaming z. B. evtl. gehen. Hoffe jedoch, da kommen wir nicht als Standard hin.

Das man verdienen will ist klar. Wer geht denn schon umsonst arbeiten.

Man bedenke aber, wie es vielleicht in 5-10 Jahren aussehen könnte, wenn es nur noch 5 bekannte Spielereihen gibt und sonst nichts mehr erscheinen wird.

* Please try a lower page number.

* Please enter only numbers.

* Please try a lower page number.

* Please enter only numbers.