Der richtige Umgang mit einem Blue Screen of Death (BSOD)

Technische Stufe : Standard

Zusammenfassung

Hier sind einige Grundlagen zum richtigen Umgang mit einem BSOD, und wie Sie anderen beim Helfen helfen. Es gibt zwei Dateien, die zur Fehlerbehebung dringend Notwendig sind. Wie Sie diese übergeben, beschreibe ich in diesem Wiki- Artikel.


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Wenn ihr Rechner mit einem Blue Screen of Death abgestürzt ist, werden die Ereignisse im Speicher aufgezeichnet. Diese Ereignisse werden in ein sogenanntes Dump- File (DMP) geschrieben. Diese Datei ist entscheidend, um den verursachenden Fehler ausfindig zu machen.

Erste Analyse des Bluescreen

Oftmals kommt man dem Fehler schon bei einer ersten Analyse des BSOD auf die Schliche:

In den Fehlerprüfungsinformationen (Bugcheck, 4) ist die Bezeichnung des Fehlers (1) gelistet. Im Abschnitt darunter (5) finden Sie die empfohlenen Maßnahmen. Im folgenden Abschnitt (7) finden Sie den Fehlercode (2). Wurde der Fehler durch einen Treiber verursacht, finden Sie den Übeltäter (3) im vorletzten Abschnitt. Ganz unten (8) finden Sie den Status des Dump- File.

Nicht immer ist ein BSOD so gesprächig, in diesem von mir erzwungenem BSOD unter Windows 8 steht lediglich die Bezeichnung des Fehlers (ist ein Treiber der Verursacher, steht er rechts daneben, meist gibt der BSOD aber auch den Fehlercode aus):

Reicht die Kurzfassung nicht zur Fehlerbehebung aus, wird das gesamte Dump- File benötigt:

Wie Sie die Dateien finden und uns zur Fehleranalyse senden können

Es gibt zwei Dateien die uns dabei helfen den Fehler ausfindig zu machen. Die DMP Datei mit den Inhalten des Bluescreen Berichtes, und die Ausgabe von MSInfo für Ihre Computerspezifikationen.

Wenn Sie Ihren Rechner nicht mehr normal mit dem Betriebssystem starten können, hilft möglicherweise der Versuch den PC im abgesicherten Modus zu starten.  In der Regel drückt man dazu nach dem Einschalten mehrmals die F8 Taste, bis die entsprechende Auswahl erscheint.

Haben Sie Ihren Rechner übertaktet (auch eine häufige Ursache für einen BSOD), stellen Sie die Taktungen entsprechend im BIOS/UEFI auf Standard zurück.

Die Dump- Dateien finden:

Navigieren Sie zu C:\Windows\Minidump und ziehen Sie den Inhalt in einem Ordner auf Ihren Desktop. Ist der Ordner leer haben Sie unter C:\Windows möglicherweise eine größere Datei namens MEMORY.DMP, die Sie ebenfalls nutzen können.

MSInfo32

Halten Sie die Windows Taste und drücken Sie die R Taste. Im Ausführen Fenster geben Sie msinfo32 ein. Gehen Sie in der Menüleiste auf Datei und im Menü dann auf Speichern. Speichern Sie die Datei im gleichen Ordner, wie zuvor die DMP- Dateien.

Die Dateien hochladen:

Packen Sie diese Dateien als Zip- Datei mit einem ´Rechtsklick auf den Ordner mit den Dateien:

Laden Sie sie Datei auf ein Cloud -Dienst wie OneDrive hoch und setzen Sie einen Link in Ihre Antwort. Wie das funktioniert, erfahren Sie hier. Alternativ können Sie die Datei mit einem rechten Mausklick unter Öffne mit... wählen und unter Weitere... den Editor wählen, anschließend können Sie den Inhalt mit in Ihren Beitrag schreiben.

Wenn Sie keinen Minidump- Ordner haben:

Halten Sie die Windows Taste und drücken Sie die R Taste. Im Ausführen Fenster geben Sie sysdm.cpl ein. Gehen Sie auf den Reiter Erweitert und wählen Sie im Block System und Wiederherstellen den Schalter Einstellungen. Wechseln Sie in Debuginformationen speichern auf Kleines Speicherabbild und prüfen Sie, ob der Speicherort genauso angegeben ist, wie auf dem Screenshot:

Starten Sie anschließend den Rechner neu.

Wird immernoch kein Dumpfile geschrieben, prüfen Sie diese Möglichen Ursachen:

Die Auslagerungsdatei (pagefile.sys oder swapfile.sys, je nach Windows Version) muß auf dem gleichen Laufwerk wie das Betriebssystem sein, bei gestartetem Betriebssystem also auf C:/. Ob die Datei dort liegt, können Sie prüfen. Die pagefile.sys / swapfile ist eine Versteckte Systemdatei.

Um versteckte Dateien anzeigen zu können gehen Sie im Windows Explorer zunächst auf den Reiter Ansicht, und wählen im Menüband Optionen, Ordner und Suchoptionen ändern. In den Ordneroptionen wählen Sie den Reiter Ansicht, unter Versteckte Dateien und Ordner setzen Sie die Auswahl auf Ausgeblendete Dateien, Ordner und Laufwerke anzeigen.

Nun sehen Sie, ob die pagefile.sys/ swapfile.sys dort liegt, oder nicht.

Ansonsten können Sie noch prüfen, ob überhaupt eine pagefile.sys / swapfile.sys angelegt wird. Halten Sie die Windows Taste und drücken Sie die R Taste. Im Ausführen Fenster geben Sie sysdm.cpl ein. Gehen Sie auf den Reiter Erweitert und wählen Sie im Block Leistung den Schalter Einstellungen. In den Leistungsoptionen wählen Sie den Schalter Ändern. Prüfen Sie, ob die automatische Verwaltung aktiviert ist, und vor allem, ob nicht Keine Auslagerungsdatei gewählt ist.

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Letzte Aktualisierung am 5 März, 2020 Aufrufe 274 Gilt für:
Könntest du anstatt des kleinen Speicherabbilds ein Kernelspeicherabbild erstellen lassen? Da lassen sich wesentlich mehr Infos auslesen als aus so einem Minidump.