Batterielaufzeit des Surface optimieren

Technische Stufe : Standard

Zusammenfassung

Die Batterielaufzeit eines Surface-Tablets hängt von vielen unterschiedlichen Rahmenbedingungen ab. Es macht Sinn diese zu kennen und auch Informationen zu haben, wie sich die Laufzeit durch entsprechende Anpassungen optimieren lässt.

Der nachfolgende Artikel soll dazu mal einige Hinweise und Tipps geben:


Details

Beeinflussende Faktoren der Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit wird von unterschiedlichen Faktoren beinflusst, auf die ich im folgenden eingehe und die Optimierungsmöglichkeiten beschreibe. Dies sind :

  • Display-Helligkeit
  • WLAN-Nutzung
  • Anzahl der aktiven Hintergrundtasks / zeitgleicher Anwendungen / Art der Anwendung
  • Umfang der Nutzung von Multimedia-Anwendungen
  • Notifikationen (inkl. Live-Tiles auf dem StartScreen)
  • Frequenz des Mailabgleichs
  • Typ des eingesetzten Browsers
  • Indexing-Einstellungen
  • Einstellungen der Energieoptionen
  • verbundene USB- bzw. Bluetooth Geräte
  • ...

Somit kann jede Aussage zur Laufzeit eines Devices kaum als allgemeingültig angesehen zu werden, diese hängt immer von der Nutzung des Geräts ab. Jegliche Aussagen des Herstellers und von Benutzern sind einfach nur Richtwerte, nicht mehr und auch nicht weniger.

Schauen wir uns das Optimierungspotential der Akkulaufzeit gleich mal etwas genauer an.

Display-Helligkeit

Das ist bereits der Faktor, welcher sich am stärksten auf die Laufzeit auswirken kann. Ist die Beleuchtung zu hell, so wird der Akku schnell leer. Es lohnt sich somit die Bildschirmhelligkeit auf einen Wert einzustellen, welcher der aktuellen Lichtsituation entspricht. Eine Reduktion auf 30-40% hat sich hier bewährt. Die Bildschirmhelligkeit lässt sich bei angeschlossenem Cover mittels der Tastenkombination <Fn>+<Entf>/<Fn>+<Del> sofort regeln. Per Touch geht es über die Charms-Bar -> Einstellungen -> Bildschirm.

WLAN-Nutzung

Natürlich beeinflusst auch die WLAN-Nutzung die Effizienz. Je stärker das Signal, desto geringer der Batterieverbrauch. Leider lässt sich dadurch die Effizienz nicht so ohne weiteres steigern, weil wer möchte schon neben seinem Access-Point sitzen? Aber vielleicht lohnt es sich über einen WLAN-Repeater nachzudenken wenn man feststellt, dass die Signalstärke eher schwach ist.

Anzahl der aktiven Hintergrundtasks / zeitgleicher Anwendungen / Art der Anwendung

Da Windows ein Multitasking-Betriebssystem ist werden Tasks bzw. Anwendungen im Hintergrund ausgeführt, auch wenn sie gerade nichts am Bildschirm anzeigen. Auch spielt somit die Anzahl der zeitgleich ausgeführten Anwendungen eine Rolle. Insbesondere Desktop-Anwendungen sind hier deutlich energiehungriger als ihre ModernUI-Pendants. Es lohnt sich somit zu schließen, was man nicht mehr benötigt, die Laufzeit wird es einem danken. Die Nutzung Moderner Apps ist den Desktop-Anwendungen also vorzuziehen.

Umfang der Nutzung von Multimedia-Anwendungen

Multimediaanwendungen sind von sich aus leistungshungrig, da sie das System stark auslasten. Je mehr Multimedia, desto schneller ist der Akku leer.

Notifikationen (inkl. Live-Tiles auf dem StartScreen)

Eine Anwendung die Notifikationen ausgibt, muss natürlich im Hintergrund aktiv bleiben. Ebenso führt die Anzeige von vielen Live-Tiles (animierte Icons, z.B. Wetter oder Nachrichten) auf dem Start-Bildschirm zu einer anhaltenden Hintergrundaktivität.

Hier gilt auch wieder die Regel: weniger ist mehr. Man sollte Anwendungen nur dann Notifikationen erlauben, wenn diese einen auch wirklich interessieren. Ebenso muss nicht jedes Icon munter vor sich herblinken, egal ob sinnvolle Informationen angezeigt werden oder nicht.

Welche Anwendungen Notifikationen zugestanden werden lässt sich wie folgt konfigurieren:

  • Charm Bar öffnen (Wisch von rechts in den Bildschirm)
  • Einstellungen wählen
  • PC-Einstellungen wählen
  • Suche und Apps wählen
  • Benachrichtigungen wählen
  • Nun kann man für jede installierte App entscheiden, ob eine Notifikation gewünscht wird oder nicht.

Live-Tiles wiederum kann man im StartScreen wie folgt deaktivieren:

  • Auswahl des Tiles (länger antippen oder rechte Maustaste)
  • Auswahl der Einstellung "Live-Kachel deaktivieren"

Frequenz des Mailabgleichs

Ähnlich wie mit Notifikationen und Live-Tiles verhält es sich auch mit dem Mailabgleich. Erfolgt dieser seltener, dann wird weniger Energie benötigt wie wenn alle Mails per Push-Benachrichtigung geladen werden. Zugegeben: bei mir ist Push aber auch aktiv :-)

Typ des eingesetzen Browsers

Welcher Browser effizienter arbeitet, da gehen die Meinungen auseinander. Je nach Version des einzelnen Browsers kann sich auch das wieder verändern. Generell sind jedoch Firefox und Chrome nicht als Energiesparer bekannt. Ich persönlich nutze im Akku-Betrieb fast ausschließlich den IE (in der ModernUI-Version), im Netzbetrieb dann den "großen" IE oder eben den Firefox. Mittels Xmarks lassen sich übrigens auch die Bookmarks bequem zwischen allen Browsern synchronisieren.

Indexing-Einstellungen

So praktisch sie auch ist: die Indizierung braucht Zeit und belastet CPU und die Disk (SSD). Das wiederum führt zu einem erhöhten Energiekonsum. Daher sollte nur das indiziert werden, was auch indizierenswert ist, hier sollte nicht jedes Verzeichnis rein. Per Default sehen die Indizierungsoptionen wie folgt aus:

Das ist auch mehr als ausreichend. Einträge die nicht benötigt werden sollten dann auch entfernt werden.

Die Optionen erreicht man übrigens am einfachsten, wenn man im StartScreen einfach "Indiz" eintippt und dann den gefundenen Eintrag "Indizierungsoptionen" auswählt.

Einstellungen in den Energieoptionen

Die Auswahl der richtigen Energieoptionen hilft ebenfalls beim energiesparen. Bei den meisten Systemen gibt es davon drei:

  • Höchstleistung
  • Energiesparen
  • Ausbalanciert

Als Besitzer eines Surface RT, Surface 2 oder Surface Pro 3 hat man es da sehr einfach, es gibt nämlich nur den Energiesparplan "Ausbalanciert". Dies hängt mit dem Umstand zusammen, dass diese Devices den "connected standby" beherrschen. Wird dieser deaktiviert (was nur über Registry-Manipulationen geht und was ich hier nicht beschreibe), so stehen nach einem Reboot wieder alle drei Optionen bereit.

Im Regelfall ist man mit "Ausbalanciert" am besten bedient, trotzdem lohnt sich ein Blick in dessen tiefere Einstellungen. Hierzu muss wie folgt vorgegangen werden:

  • Wisch von Rechts in den Bildschirm
  • Suchen auswählen
  • "Energie" eingeben
  • "Energieoptionen" auswählen

  • "Energiesparplaneinstellungen ändern" auswählen

Hier lohnt es sich nun z.B. die Helligkeit des Bildschirms je nach Betriebszustand zu regeln und auch festzulegen, wie schnell das System in den Energiesparmodus wechselt.

In den erweiterten Einstellungen lohnt sich dann noch ein Blick auf folgende Einstellung:

Hier lohnt es sich den Bildschirm im Akkubetrieb möglichst schnell auszuschalten und die adaptive Helligkeit zu aktivieren (im Screenshot ist diese noch deaktiviert).

Verbundene USB- bzw. Bluetooth Geräte

Klar, was angeschlossen ist benötigt auch Energie. Also sollten nicht mehr verwendete USB-Geräte wieder entfernt werden. Dies gilt auch für die SD-Karte. Die viel gepriesene Deaktivierung von Bluetooth hat übrigens keine entscheidende Auswirkung - zumindest nicht auf den Akku. Aber im Notfall bringt sie vielleicht genau die notwendigen drei Minuten.

Wer keine Bluetooth-Geräte nutzt, schaltet Bluetooth natürlich aus. Der Stift des Surface Pro 3 läuft über Bluetooth, wer den Stift nutzt, darf Bluetooth natürlich nicht ausschalten. Für die anderen 4 Surface-Modelle der ersten und zweiten Generation geht das über

  • Charm Bar öffnen
  • Einstellungen wählen
  • PC-Einstellungen wählen
  • PC und Geräte wählen
  • Bluetooth wählen und den dortigen Schieberegler umstellen

OneNote energiesparend nutzen

Die Desktopversion von OneNote verfügt über eine spezielle Einstellung zur Leistung im Akkubetrieb.

Diese findet man in den Optionen unter "Erweitert" im Punkt "Akkuoptionen". Diese sollte auf "Maximale Akkulebensdauer" eingestellt werden.

Das waren mal die Tipps zum optimieren der Batterielaufzeit. Wer nun noch genauer wissen will, wie es um seinen Akku bestellt ist und was es alles abzufragen und auszuwerten gibt, kann das in diesem Artikel auf surfaceinside.de nachlesen und sein Wissen vertiefen. In dem Artikel findet ihr auch nochmal diese Tipps, die von Thomas zusammengestellt wurden. Danke dafür.

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Ralf

 

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Letzte Aktualisierung am 20 Januar, 2019 Aufrufe 2.100 Gilt für: